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  Freie Funknetze
 

ohne Lizenz einfach nur funken können

   

Warum macht es Sinn sich als Amateurfunker mit dem Thema lizenzfreie Funknetze "CB-Funk, PMR-Funk, LPD-Funk oder Freenet-Funk zu befassen"

Als ich diese Homepageseite ausarbeitete beschäftigte ich mich parallel auch mit dem Thema Geocaiching und stellte fest das dabei auch immer wieder die freien Funkenetze eine Rolle spielen. Zu dem Themenbereich gibt viele gute und umfangreiche Homepages, diese befassen sich auch immer wieder mit dem Thema Funk, leider wurden aus meiner Sicht viele Dinge oft von einander abgeschrieben. Dabei merkt man immer wieder das nicht Funkamateure bzw. aktive Funker die Artikel geschrieben hab, sonder Menschen die das Funkgerät in ihr Hobby Sinnvoll einbinden - aber zum Teil nicht das nötige Fachwissen haben und damit viele nicht ganz richtige Aussagen auf Ihren Seiten veröffentlich haben. Ich denke aber auch nicht das meine Meinung die einzig richtige ist, auch in unserem Hobby gibt es verschieben Ansichten, Erfahrungen, Einschätzungen und Meinungen.

Warum stimmen viele Aussagen auf den Seiten der Geocaicher nicht ganz? In dem Text gehe ich auf viele Dinge ein, die aus meiner Sicht auf vielen Internetseiten um das Thema Geochaching falsch dargestellt werden. Aussagen wie das die Reichweite enorm mit mehr Leistung zu steigern sei, von 0,5 Watt nach 2 Watt das ist 1 S-Stuffen, dann auf 4 Watt sind etwas mehr wie 1 S-Stufe oder 6 dB Gewinn. Aussagen über überfüllte CB Funkbereiche sind wohl schon länger vorbei, nur wenn das 11 m Band aufgeht hört man wieder viele Stationen aus weiter ferne, spich Ausland. Der Artikel auf meiner Homepage begann mal als Vergleich der freien Funknetzt. Da ich mich aber auch mit dem Thema Geochachning befasst habe und dabei viel Unsinn wie ich finde auf diversen Internetseiten gelesen habe, ist das nun auch einflossen. Der Artikel befasst nun beide Themen, da die Grundlagen die gleichen sind.

Wenn ich von Reichweiten in meinem Artikel schreibe, dann sind das immer grobe Richtwerte die zum Teil unter günstigen Umständen weiter seien können, aber auch unter ungünstigen Bedingungen viel geringer sein können.

Ich kann auch nicht jede Geräteeigenschaft in meinem Artikel betrachten. Ich habe z.B. ein Freenetfunkgerät der Firma Stabo und diese hat laut Gerätedaten 1 Watt Sendeleistung. Zulässig ist eine abgestrahlte Leistung von 0,5 Watt. Also wird zwischen der Endstufe des Gerätes und der Antenne die halbe Leistung vernichtet, nur wie? Als habe ich die Antenne mal an einem Antennenalysator vermessen das Ergebnis war für mich erschreckend, es wird ein SWR von mehr als 5 zu 1 gemessen. Dieses SWR bedeutet eine Vernichtung von ziemlichgenau der hälfte der Leistung. So macht man aus 1 Watt erlaubte 0,5 Watt und vernichtet so viel Leistung der Akkus und halbiert die Laufzeit. Ich denke ein SWR von 5 würde ich an meinen Antenneanlagen nicht zulassen, da dieses bei höheren Leistungen die Geräte beschädigen können. Auf Dauer auch mit einer Schutzschaltung ist diese möglich. Ich gehe davon aus, das diese Funkgerät an diese Antenne ohne Schaden betrieben werden können. Wenn man die Antenne gegen eine bessere tauscht hat man eine Leistungssteiger von 0,5 Watt und dieses ohne Umbau. Die Antenne kann ganz einfach getauscht werden da hier SMA Buchsen Verbaut wurden. Für SMA gibt es viele Antennen im Amateur- und Betriebsfunkbereich zu kaufen. Ein schlecht SWR wirkt sich aber nicht nur auf der Sendeseite aus, sondern auch auf der Emfangsseite und verschlechtert den Empfang leicht. Wenn man aber mehrere Geräte dieses Typs hat und die Antennen an allen austauscht, erhält man ein gutes Ergebnis, bzw. ein viel besseres, diese ist nicht erlaubt. Wenn die neue Antenne noch einen Gewinn macht werden aus dem 1 Watt aus dem Funkgerät schnell 1,5 Watt oder mehr die an der Antenne abgestrahlt werden, also das 3 Fach bei gleichem Stromverbrauch. Warum wurde dieser Trick angewendet? Ganz einfach es gab wohl schon eine Amateurfunkversion mit einer Sendleistung von 1 Watt und so war dieses ein sehr einfacher Weg für die Firma Stabo, denke ich.

Ich habe ein Ausbildungsrufzeichen für den Amateurfunk (Call DN7DP) und über dieses Versucht einige Bekannte zum Amateurfunken zu bringen. Dabei habe ich festgestellt, dass die Nutzung des Ausbildungsrufzeichens gerade im UKW Bereich nicht immer sinnvoll ist. Wenn man einen wirklich guten und korrekten Betrieb machen will, ist das oft nicht so einfach. Nicht jedem ist sofort klar wie er sich zu verhalten hat und das ganze am Anfang vielleicht auch alles etwas sehr viel für einige und mit dem Üben kommt dann auch die Routine. Die Amateurfunkgeräte sind in der Regel auch viel komplizierter als einfache PMR Geräte z.B. Als „Ausbilder“ muss ich streng genommen bei dem Funkbetrieb anwesend sein und kann nicht in den Garten gehen um eine QSO mit den einfachsten Regeln auf 70 cm z. B. zu zeigen bzw. zu üben. Wenn diese Lektionen aber in den Bereich PMR, LPD oder Freenet lege, kann ich dort alles machen und probieren. Gegen die gemeinsame Ausbildung auf der KW gibt es aus meiner Sicht keine alternative. Die Grundlagen kann man aber besser im UKW Bereich zeigen und üben, alle schon wegen den Antennen und Geräten. Viele OMs werden sagen, dass gerade im 70 cm Band viel Platz ist und man damit nicht wirklich stört bei kleiner Sendeleistung. Ich denke aber, dass man gerade bei der Nutzung eines solchen Rufzeichens ein besonderes Vorbild sein sollte und nicht vor dem Neuling gegen die Vorschriften handeln sollte. Aber ein Ausbildungsrufzeichen zunutzen bedeutet, dass immer mehre OMs gebraucht werden um einen Betrieb zwischen zwei oder mehr Stationen darzustellen. Einer der beim Nutzer des Ausbildungscall ist und ein weiterer z.B. im Garten. Dadurch kann man so was nicht spontan machen. Man könnte auf der OV QRG so etwas mit dem Nutzer des DN Rufzeichens versuchen, ich denke aber gerade bei eher scheuen Personen kann das ganze schnell schwierig werden. Das geht aber in den lizenzfreien Bereichen viel einfacher und ich brauche am Ende auf keine Regelungen achten und die Funker können alles machen, jeden Fehler und brauchen davor keine Angst zu haben. Ich gehe davon aus, das man dann die QSOs versucht nach den Regeln des Amateurfunks durchzuführen. Ich denke darin liegt der Vorteil, wenn man eine Voreinweisung und das Üben des gezeigten und erlernten in diesen Bereich legt. Wenn dann die ersten Hürden genommen wurden, kann es auf die Amateurfunkbänder mit dem Funkfreund gehen. Ich denke das mit dem Geräten auch das Interesse am Thema Funk wecken kann und so andere dafür am Ende auch Begeistern. Das Übungsgerät z.B. im PMR Bereich kann verliehen werden und wenn der neue Funkfreund innerhalb der Reichweite liegt mal ein eigenes QSO gemacht werden. Man kann so auch ohne eine DN Rufzeichen üben und arbeiten. Wenn ich hin und wieder auf den PMR Kanälen QRV bin, höre ich auch Stationen in der Nähe, über ein QSO könnte man auch für unser Hobby werben bzw. das Interesse bei schon funkenden Personen wecken. Nur ein Aktiver Amateurfunk ist ein starker Amateurfunk und wird auf Dauer weiter existieren und nicht in seinen Bandbreiten verkleinert. Gerade mit der bald kommenden K Lizenz könnte man so die Funkfreunde schnell zum umstieg begeistern, die DO Lizenz ist aus meiner Sicht dafür doch zu umfangreich.

Leider muss ich im Herbst 2010 dazu vermerken, die K Lizenz wird es in Deutschland erst einmal nicht geben. Damit hat der Amateurfunk und vor allem der DARC eine große Chance für die Zukunft, führ die eigene verpasst. Schade das sich die falschen am Ende durchgesetzt haben und nicht die Weichen zugunsten der Einsteiger gestellt wurden. Die DO Lizenz ist einfach zu viel für den Einstieg in das Hobby. Soviel Zeit werden  viele nicht investieren wollen um nur mal zu funken und davor muss man noch viel Geld ausgeben und eine Antenne mit Mast aufbauen. Da ist MSN und Co doch easyer zu machen und man muss vorher nicht noch lernen.

Ich gehe auch davon aus, das man über diesen Weg Kinder und Jugendliche besser an das Hoby führen kann. Erst zeigte man wie man ein QSO im Amateurfunk abwickelt und später können sie in einer Gruppe ohne weitere Aufsicht funken.

Auch der gerne genutzte Trick, kannst mit meinem Ausbildungscall funken ist keine gute Idee, auch nicht wenn man hintereinander auf der Autobahn zum Urlaubsort fährt. Auch das ist eine klassische Anwendung für die kleinen Funkgeräte und diese kosten auch nicht wirklich die Welt und die Leistung ist mit zum Teil 0,5 Watt schon nahe an der von Amateurfunk Handfunkgeräten, es liegt nur ca. eine bis zwei S-Stufe zwischen den beiden Geräten.

Ich darf die kleinen Geräte zum Teil auch in Ländern nutzen, in denen eine DOler oder Nutzer eines Ausbildungsrufzeichen nicht am Funkbetrieb teilnehmen darf.

Ich denke es gibt viele Gründe auch mal auf die anderen Bänder zuwechseln, gerade wenn es sich um Grauzonen im Amateurfunk handelt.

Man muss auch nicht jedes QSO über Amateurfunk machen. Es kann auch Sinn machen auf dem Field Day Platz die anderen Geräte zu nutzen und so weniger die anderen OM´s zu stören.

Wenn dann in einigen Jahren die K-Lizens kommt, dann wird sich vielleicht auch in der Betrachtung noch einiges verändern. Weil der Weg im Jahre 2010 zur DO-Lizenz ist nicht einfach und dauert recht lange.

Nun aber mal zu den System und Lösungen die es gibt und die man nutzen kann. Ich betrachte aber nur die Nutzung eines Handfunkgerätes in den verschiedenen freien Funknetzen.

Mit anderen Antennen oder mehr Leistung kann man immer die Reichweite steigern! Aber die Erhöhung von 0,5 Watt auf 2 Watt sind nur ca. 1 S-Stufe oder 6 dB. Von 0,5 Watt auf 4 Watt sind nur 9 dB mehr und damit ca. 1,5 S-Stufen. Ob das Sinnmacht, ist für mich fraglich. Es kann zu Lasten den Funkgerätes gehen und vor allem zu Lasten des Akkubetriebes. Es ist nicht erlaubt und man verliert in der Regel die Gewährleistung. Bevor ich Funkamateur wurde, habe auch anders gedacht. Heute ist mir klar, das bring am Ende auch nicht so viel. Damals war ich Besitzer eines LPD Gerätes mit originalen 10 mWatt und habe es auf ca. 720 mWatt umgebaut, was schon eine Menge mehr ist. Damals gab es aber nur die 10 mWatt Geräte im LPD Bereich und nicht wie Heute die PMR Geräte die 500 mWatt schon regulär dürfen. Bei einem PMR Gerät macht es Heute aus meiner Sicht keinen Sinn die Leistung zu erhöhen. Auch wenn bei Ebay diverse Firmen mit der möglichen Leistungssteigerung werben und auch viel "Funkexperten" mit super Erfolgen glänzen. Dabei muss man immer die Rahmenbedingungen vergleich, genau vergleichen! Sicher bringt eine Leistungssteigerung immer etwas, nur steht das im Verhältnis? Viele Werte kommen auch aus schriftlichen Quellen und wurden nie Real gemessen. Ich habe z.B. Funkgeräte auf den AFU Bereich umgebaut und die Leistungen auch gesteigert, meine Messwerte passten aber zum Teil nicht zu den Informationen aus dem Internet! Was oft mehr bringt, gerade beim UKW Funk ist z.B. eine etwas höhere oder freier Position. So macht es auch der Funkamateur im Portabelbetrieb. In der Regel machen Amateurfunker auch nicht mehr wie 5 Watt Leistung am Handfunkgerät (HFG). Bei dieser Leistung werden die Funkgeräte oft schon sehr warm und das passiert auch bei vielen veränderten PMR-, LPD- oder Freenetgeräten. Das Amateurfunkgerät ist dafür aber ausgelegt, auf die Leistung und Wärme. Bei den anderen Geräten kann ich mir das nicht immer vorstellen und dann kann es schnell zu Schäden am Gerät kommen. Amateurfunkgeräte haben sicherlich bessere Antennen wie die Geräte der anderen Bereiche, was eine Verbesserung bedeutet, vor allem sind sie auch für die Leitung ausgelegt. Also das mit der Leistungserhöhung sollte man sich sehr gut überlegen und nicht einfach machen, weil es cool ist und man dann sagen ich habe 2 oder 4 Watt.

Allgemeines und ausführlichere Informationen zum Thema der freien Funknetze

Funkgerät

Als Funkgerät bezeichnet man ein drahtlos arbeitendes Kommunikationsgerät oder Ortungsgerät, das mit elektrischer Energie betrieben wird. Je nach Geräteart ist es stationär oder beweglich Mobilfunkgerät oder Handfunkgerät.

Geschichte

Noch bis in die 1930er Jahre gab es Funkgeräte nur als stationäre Geräte. Dies galt für ortsbewegliche, zum Beispiel Schiffsfunkgeräte oder in Flugzeugen eingebaute. Selbst in Kraftfahrzeugen eingebaute Funkgeräte waren mit dem notwendigen Zubehör wie dem Netzteil zur Stromversorgung so schwer und umfangreich, dass sie nicht als mobil zu betrachten sind. Bedingt vor allem durch technische Innovation in der Rüstungsindustrie wurden die Funkgeräte jedoch in immer kleinerer Bauweise gefertigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Ende der 1940er Jahre mit der Erfindung des Transistors eine neue Technologie zum Tragen. Mit der schnellen Entwicklung der Halbleitertechnik war es möglich, mobile Funkgeräte zu fertigen, die immer mehr neue und wesentlich verbesserte Eigenschaften aufzuweisen hatten.

Behördliche Vorschriften

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges lag die Funkhoheit beim Reichspostministerium und damit bei der Deutschen Reichspost. Nach dem Krieg wurde die Funkhoheit zunächst von alliierten Siegermächten in den vier Besatzungszonen wahrgenommen. Nach Gründung der Bundesrepublik ging für die drei Westzonen die Funkhoheit auf das Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen und damit auf die Deutsche Bundespost über. Nach der Privatisierung wurde diese Aufgabe auch weiterhin direkt durch das Ministerium wahrgenommen und ging nach dessen Auflösung zum 1. Januar 1998 auf das Bundesamt für Post und Telekommunikation und seine Nachfolgebehörden Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post beziehungsweise Bundesnetzagentur über.

Nach Gründung der DDR verblieb die dortige Funkhoheit unter staatlicher Kontrolle der Deutschen Post und dem vorgesetzten Ministerium.

Je nach Art des betreffenden Funkdienstes sind auch heute noch Sendelizenzen für den Betrieb des Senders einer Funkstation erforderlich.

Anwendungen

Funkgeräte gibt es für die verschiedensten Anwendungen. Für jedermann einsetzbar sind Geräte im CB-, ISM 1/SRD/LPD-, Freenet und PMR-Bereich, die anmelde- und gebührenfrei betrieben werden können, ich bezeichne diese auch als frei Funknetze:

ISM 1/SRD/LPD-Geräte haben 69 Kanäle, aber nur einige 100 m bzw. wenige km Reichweite, da nur 10 Milliwatt Sendeleistung. Diese Geräte laufen aus; in Deutschland wird die Entwicklung dieser Funkgeräte von der BNetzA nicht mehr empfohlen.

Freenet-Geräte haben 6 Kanäle, welche in Deutschland im Frequenzbereich 149.0250 MHz bis 149,1125 MHz angesiedelt sind und eine Zulassung gemäß der BNetzA bis 31. Dezember 2015 haben. Es dürfen 500 mWatt an der Antenne abgestrahlt werden.

PMR-Geräte mit nur acht Kanälen haben eine Reichweite von etwa drei bis acht Kilometer. Sie senden meist mit 500 mWatt. Es dürfen 500 mWatt an der Antenne abgestrahlt werden.

DMR446-Geräte stellen eine Weiterentwicklung des bekannten PMR-Funks dar und verfügen über bis zu 16 digitale Kanäle, welche im Frequenzbereich von 446.103125 MHz bis 446.196875 MHz in Deutschland zu finden sind, also direkt nach den 8 analogen Kanälen der PMR-Geräte.

CB-Funkgeräte haben bis zu 80 Kanäle und – abhängig von Standort, Sendeleistung und Antenne – eine Reichweite bis etwa 60 Kilometer. Bei besonderen Ausbreitungsbedingungen können aber auch mehrere hundert bis zu einigen tausend Kilometern überbrückt werden. CB-Funkgeräte senden mit bis zu 4 Watt in der Betriebsart FM (F3E) und 1 Watt in AM (A3E), sowie in SSB (J3E) mit 4 Watt. Es dürfen Gewinne an der Antenne erzieht werden und so mehr wie 4 Watt abgestrahlte Leistung an der Antenne erreicht werden. Es können schnell mehr wie 10 Watt n Festastionsantennen erreicht werden, dann muss aus meiner Sicht aber eine Eigenerklärung erfolgen.

CB-Funk

Der CB-Funk (engl. Citizens' band radio) ist eine Jedermannfunkanwendung, somit ein öffentlicher, kostenfrei nutzbarer Sprech- und Datenfunk, dem ein Frequenzband um 27 MHz (11-Meter-Band) zugewiesen ist. Der dem CB-Funk zugeteilte Frequenzbereich liegt am oberen Ende der Kurzwelle und reicht in Deutschland von 26,565 MHz bis 27,405 MHz (80 Kanäle), europaweit von 26,965 MHz bis 27,405 MHz (40 Kanäle).

Die Abkürzung CB steht für „Citizens’ Band“ und bedeutet so viel wie „Bürger-Frequenzbereich“ oder Jedermannfunk.

Geschichte

Das 11-m-Band war von den Funkverwaltungen als ISM-Band (Industrial, Scientific, and Medical Band) zur allgemeinen Nutzung freigegeben worden. Damit durfte auf diesen Frequenzen ohne konkrete Beschränkung der Sendeleistung gesendet werden, was in der Medizin bei HF-Therapie-Geräten genutzt wurde. Der Mediziner bestrahlte mit ca. 1000 W den Körper seiner Patienten. Dabei wurde durch geeignete Frequenzwahl versucht, eine Resonanzfrequenz zu finden, um ein Maximum an Leistung auszukoppeln. Diese durch die dauerenden Frequenzwechsel auftretenden Störungen kennt der CB-Funker als "Schrappi". Auch in industriellen Anwendungen wird das 11-m-Band zum HF-Schweißen genutzt, was zu Störungen des CB-Funk führt.

In Deutschland wurde in der Zeit um 1970 für den Sprechfunk der Bereich um 27 Mhz als Betriebsfunk genutzt, nach der Zulassungsnummer der Geräte auch "K-Geräte" genannt. Hilfsorganisationen nutzen es, aber auch andere Anwender, die später in den UKW-Betriebsfunk wechselten. Durch diese historische Verteilung der "alten" Kanäle als Betriebsfunk wurden die ersten 12 Kanäle für den CB-Funk auch nicht von 1 bis 12 freigegeben, sondern als 4 bis 15. Später kamen dann weitere Kanäle und weitere Modulationsarten hinzu.

Mit der Amtsblattverfügung 393/1975 wurde von der deutschen Bundespost am 1. Juli 1975 der CB-Funk für die Allgemeinheit freigegeben. Zunächst auf den Kanälen 4-15 und in AM mit einer max. Sendeleistung von 0,5W für feste und mobile Geräte, sowie 0,1W für tragbare Geräte. Es war auch FM möglich, die ersten AM/FM-Geräte kamen 1977/78 auf den Markt. 1981 erweiterte das Bundesministerium fuer Post und Telekommunikation den CB-Funk um die Kanäle 1-22 mit maximal 0,5W und nur in der Modulationsart FM (Amtsblatt 62/1981, Verfügung 434/1981). Mit dem Amtsblatt 55/1983 vom 12. April 1983 wurde der CB-Funk nochmals ausgeweitet auf die Kanäle 1-40 mit maximal 4W Sendeleistung in FM. Ende 1988 wurden noch mal zusätzlich 40 Kanäle freigegeben, so dass der CB-Funk in Deutschland heute über einen Bereich von 80 Kanälen verfügt, die teilweise auch für die Nutzung für digitale Betriebsarten oder der Modulationsart SSB freigegeben sind.

Da der für CB-Funk vorgesehene Frequenzbereich um 27 MHz Bereich auch für Funkfernsteuerungen von Modellen und Spielzeugen freigegeben war (und noch ist), kam es anfangs zu Konflikten zwischen CB-Funkern und Modellfliegern. Für Funkfernsteuerungen wurden durch die deutsche Fernmeldeverwaltung relativ schnell neue und exklusive Frequenzen bei 35 und 40 MHz bereitgestellt.

In Ostdeutschland übernahm der CB-Funk nach der Wende zeitweise die Rolle eines überall einsetzbaren und kostengünstigen Kommunikationsmediums, wurde jedoch bald von Mobiltelefonen verdrängt.

Eigenschaften

CB-Funk wird für alle Arten von privater, nichtkommerzieller Funkkommunikation benutzt. Er ist mehr als alle anderen Spielarten des Jedermannfunks zum persönlichen Informations- und Meinungsaustausch gedacht. Die Chancen, ein Gespräch mit Unbekannten führen zu können, sind hier am größten. Der einschlägige Fachhandel bietet für den CB-Funk in Verkehr gebrachte Seriengeräte an. Das Betreiben von selbst hergestellten Funkgeräten ist im CB-Funk nicht gestattet. Jedoch dürfen CB-Funk-Antennen unter Beachtung von Vorschriften selbst gebaut und verwendet werden.

Mit vollwertigen Stationsantennen (deren mechanische Länge meistens zwischen 5,50 m und 6,50 m, entsprechend 1/2λ bis 5/8λ Wellenlänge λ, variiert) sind Gespräche im Umkreis von etwa 20 km bis 80 km um den eigenen Standort möglich. Die Reichweite ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie z. B. der Antennenhöhe, Sendeleistung, umliegenden Bebauung und Vegetation, Erdkrümmung. Einflüsse des Funkwetters, zumeist durch Sporadic-E, äußern sich gelegentlich in Reichweitensteigerungen auf Entfernungen bis zu über 2000 km, wodurch dann der Charakter eines reinen Nahbereichsfunks verloren geht: Sendungen aus allen europäischen Ländern und teilweise sogar aus Übersee sind zu hören und machen lokale Kommunikation schwierig. Manche CB-Funker führen in solchen Zeiten internationalen Funkverkehr durch. Das meteorologische Wetter besitzt keinen Einfluss auf die Reichweite; lediglich indirekt kann eindringende Feuchtigkeit die Leistungsfähigkeit der Antenne reduzieren oder zusätzliche Verluste in schlecht konfektionierten Steckern verursachen.

Die Reichweite hängt außerdem, wegen der dabei normalerweise verwendeten unterschiedlichen Antennenarten, auch von der verwendeten Funkanlage ab. Am besten eignen sich Richtantennen für große Reichweiten.

Handfunkgeräte verfügen meist über stark verkürzte Antennen. Wegen des sehr schlechten Wirkungsgrades dieser Antennen sind die damit erzielbaren Reichweiten von 0,5 bis 5 km deutlich kleiner. Bei besseren Modellen, welche über einen Externen Antennenanschluss verfügen, können aber auch leistungsfähigere Antennen angeschlossen werden, wodurch sich die Reichweite dieser Handfunkgeräte gegenüber den üblichen mitgelieferten Aufsteckantennen erhöhen lässt.

Stationsgeräte sind technisch grundlegend, bis auf das eingebaute Netzgerät, mit den angebotenen Mobilgeräten identisch. Ein Unterschied der Reichweite resultiert daher durch die Verwendung unterschiedlicher Antennen und den Verhältnissen der Umgebung am jeweiligen Standort. Mit langen Autoantennen (von ca. 1,50 m bis 2,65 m) können – abhängig vom Standort, genauer: dessen Höhe und Umgebung – manchmal fast so hohe Reichweiten wie bei Stationsantennen erreicht werden. Der Standort besitzt somit wie bei jeder anderen Funkverbindung einen sehr großen Einfluss auf die erzielbare Reichweite. Dabei gilt: Je höher der Standort, desto größer ist auch die mögliche Reichweite. Die Reichweite liegt bei Verwendung von Mobilantennen (meist verkürzte 1/4λ-Strahler) normalerweise bei etwa 10–30 km. Die im Einzelnen erzielbare Reichweite setzt sich aber in jedem Fall aus der Ausstattung und den Bedingungen aller an einer Funkverbindung Beteiligten zusammen. Durch das Aufkommen von Mobiltelefonen und Internet hat der CB-Funk seit den 80er Jahren an Popularität verloren. Früher waren CB-Funkgeräte auch in Privatfahrzeugen häufig zu finden, viele versprachen sich dadurch schnelle Hilfe bei Pannen oder Notfällen. Heute findet man nur noch selten mit CB-Funk ausgestattete PKW, da Mobiltelefone diese Rolle übernehmen. Von LKW-Fahrern jedoch wird er bis heute noch sehr häufig genutzt, um z. B. Staumeldungen abzusetzen. Bei der Absicherung von Veranstaltungen, z. B. Motor- oder Radsportveranstaltungen, spielt er seit Jahren eine immer kleiner werdende Rolle. Hier werden heute verstärkt PMR-Funkgeräte oder Freenet-Geräte verwendet, da diese Geräte wesentlich kompakter und handlicher sind.

Ähnlich wie in Internetchatrooms kann hier jeder mit jedem kommunizieren, ohne ihm jemals begegnet zu sein oder eine Verabredung zum gemeinsamen Funken getroffen zu haben. Voraussetzung ist die Nutzung der gleichen Frequenz. So weiß man nie genau, wer gerade mithört und kann häufig neue Menschen kennen lernen.

Auch im CB-Funk nutzt man das Internet zur Übertragung von Sprache (CB-Gateway).

Neben dem CB-Funk stehen für jedermann auch noch andere Funkanwendungen zur Verfügung; LPD / Short Range Devices sowie PMR-Funk. Der CB-Funk wird darüber hinaus noch oft mit dem internationalen Amateurfunkdienst verwechselt, wo formal auch jeder zuhören darf, für den Sendebetrieb muss in Deutschland eine staatliche Prüfung bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) abgelegt werden.

Sprache im CB-Funk

Die Art und Weise wie gefunkt wird, kann auch für den LPD, PMR oder Freenet Funk übernommen werden. Der Sprachgebrauch im CB-Funk ist stark an den im Amateurfunkdienst angelehnt bzw. bei diesem abgeschaut. So ist die häufige, wenn auch oftmals falsche Benutzung von Q-Gruppen anzutreffen. Bekanntestes Beispiel ist „QRX“. Im ursprünglichen Sinne bedeutete dieser Q-Code, dass die diesen Code sendende Station für einen kurzen Moment den Funkverkehr unterbricht, oft wird nach dem „QRX“ noch eine die Dauer der Unterbrechung angebende Zeitangabe gemacht. Der Q-Code kann auch als Frage formuliert werden. Im CB-Funk hingegen bedeutet der Ruf „QRX“, dass eine neu hinzugekommene Station in ein laufendes Funkgespräch aufgenommen werden möchte. Dazu wird einfach in die Umschaltpause von der neu hinzukommenden Station „QRX“ gerufen, Alternativ dazu finden sich zum gleichen Zweck auch die Rufe „Z“ (von QRZ), „X mal“ (von QRX) oder „Break“. Daher auch der Name "Breaker". Eigentlich wurden die Q-Gruppen im Telegrafieverkehr („Morsen“) eingesetzt, um den Funkverkehr zu erleichtern und Sprachbarrieren zu überwinden bzw. Verständigungsfehler aufgrund falscher Übersetzungen zu vermeiden. Doch genau dies ist auch der Grund, weshalb im normalen Sprach-Funkverkehr („Fonie“) sich mehr und mehr die Q-Gruppen durchsetzen, im Amateurfunkdienst wie auch im CB-Funk.

Weitere Beispiele für im CB-Funk und Amateurfunkdienst gemeinsam genutzte Codierungen:

QRG → Frequenz bzw. Kanal

QRM → Störgeräusche

QRT → Beendigung des Funkverkehrs

QRV → Sende- und Empfangsbereitschaft

QRZ → Anruf einer bestimmten Person

QSL → Empfangsbestätigung

QSO → Funkgespräch (bzw. die Gesprächsrunde)

QTH → Standort

55 → Viel Erfolg!

73 → Viele Grüße!

88 → Liebe und Küsse! (zwischen Paaren oder als Höflichkeitsfloskel zur Verabschiedung weiblicher Funker)

600 → Telefon (von der Telefonleitungsimpedanz 600 Ω)

Ha-i → Ich muss lachen, war nur Spaß


Darüber hinaus gibt es viele, dem CB-Funk typische Ausdrucksweisen bzw. Formulierungen:

2 m machen → schlafen, ins Bett gehen

6 m machen → telefonieren

128 → Kurzform für die beiden Ausdrucksweisen 73+55 ergibt als Summe 128

99 → Verschwinde!

Abfangjäger → Polizei

Abklemmen → Funkverkehr beenden

Blechparty → Unfall

Breake → Funkgerät

Breaken → Funkverkehr abwickeln

Breaker → CB-Funker

Brenner → unerlaubter, aber üblicher Sendeverstärker

Oma → großer Brenner (100 Watt)

Uroma → sehr großer Brenner (> 300 Watt)

Tante → kleiner Brenner (40 Watt)

Der Gilb kommt → Ein Messfahrzeug ist unterwegs

Die Biege machen → siehe „Abklemmen“

Die rote Mütze aufhaben → Leitstation einer Funkrunde sein

DV → Antenne, vom Standardtyp DV-27

fliegen → mit dem Auto/LKW unterwegs sein, auch: „mobilerweise“

Glatteis, Trockengewitter → Radarfalle

Handquetsche → Handfunkgerät

Handgurke → Handfunkgerät

Handpuste → Handfunkgerät

HG → Handfunkgerät

Hintergrund machen → anderweitig beschäftigt sein, aber empfangsbereit und ansprechbar

HQ → Handfunkgerät, von „Handquetsche“ (Handgurke)

Kaffeemaschine → siehe „Brenner“

Kiste → Funkgerät

Meine Kaffeemaschine macht 50 Tassen! → Ich sende gerade (unerlaubt!) mit 50 Watt.

Mikroskop → Mikrofon („Mike“)

Müll, Matsch → Störungen atmosphärischer Art, aber auch Störungen durch andere Stationen

Oberwelle → Ehefrau bzw. Lebensgefährtin, aber auch: weiblicher CB-Funker

Obergünstig → Funken aus erhöhten Position, steigert die Reichweite

Paula machen → zwischen zwei (gegenüberliegend entfernten) Funkern vermitteln, die sich gegenseitig nicht selbst erreichen können (hergeleitet von der Q-Gruppe "QSP(aula)")

Powern → siehe „Breaken“

rasende Uniformengurke → Polizeimotorrad

Rausche → Rauschsperre

Spargel → Antenne

Station xy, da wo die rote Hand leuchtet → Station xy ist die Leitstation der Funkrunde

Träger → Eine Station betätigt beabsichtigt, oder unbeabsichtigt, die Sprechtaste, ohne etwas zu Sagen

X kommen → die neu hinzugekommene Station darf nun senden, alle anderen haben kurz Sendepause

X-er → neu hinzukommende Station nach dem „QRX-Ruf“ (s. o.)

CEPT-konforme CB-Kanäl

Nachfolgend sind die Frequenzen der CEPT-konformen (europaweit harmonisierten) Kanäle, die im CB-Funk benutzt werden dürfen, aufgelistet:

Kanal Frequenz Besonderheit Kanal Frequenz Besonderheit
01 26,965 MHz empfohlener Anrufkanal (FM) 02 26,975 MHz inoffizieller Berg-DX Kanal (FM)
03 26,985 MHz   04 27,005 MHz empfohlener Anrufkanal (AM)
05 27,015 MHz Kanal wird von italienischen Fernfahrern in Deutschland und Italien benutzt. 06 27,025 MHz Datenkanal (D)
07 27,035 MHz Datenkanal (D) 08 27,055 MHz  
09 27,065 MHz Fernfahrerkanal (AM)/weltweiter Notrufkanal 10 27,075 MHz  
11 27,085 MHz Freigegeben zur „Zusammenschaltung mehrerer CB-Funkgeräte über eine Internetverbindung“ in Deutschland 12 27,105 MHz  
13 27,115 MHz   14 27,125 MHz  
15 27,135 MHz inoffizieller Anrufkanal SSB (USB) 16 27,155 MHz Funkverkehr mit und zwischen Wasserfahrzeugen
17 27,165 MHz Kanal wird von Dänischen Schwertransportfahrern in Deutschland und Dänemark benutzt. 18 27,175 MHz  
19 27,185 MHz empfohlener Fernfahrerkanal (FM)/oft von Walkie-Talkies genutzt/teilweise auch als Notrufkanal angegeben/auch von Babyphonen genutzt 20 27,205 MHz  
21 27,215 MHz Türkischer Anrufkanal in Deutschland und Europa (FM) 22 27,225 MHz oft von Walkie-Talkies genutzt/auch von Babyphonen genutzt
23 27,255 MHz Die Kanäle 23, 24, 25 sind sog. Dreher, sie folgen nicht dem aufsteigenden 10 kHz Raster 24 27,235 MHz Datenkanal (D)
25 27,245 MHz Datenkanal (D) 26 27,265 MHz  
27 27,275 MHz   28 27,285 MHz Kanal wird von polnischen Fernfahrern in Deutschland benutzt
29 27,295 MHz Freigegeben zur „Zusammenschaltung mehrerer CB-Funkgeräte über eine Internetverbindung“ in Deutschland 30 27,305 MHz inoffizieller DX-Kanal (FM)
31 27,315 MHz inoffizieller DX-Kanal (FM) 32 27,325 MHz  
33 27,335 MHz   34 27,345 MHz Freigegeben zur „Zusammenschaltung mehrerer CB-Funkgeräte über eine Internetverbindung“ in Deutschland
35 27,355 MHz   36 27,365 MHz  
37 27,375 MHz   38 27,385 MHz  
39 27,395 MHz Freigegeben zur „Zusammenschaltung mehrerer CB-Funkgeräte über eine Internetverbindung“ in Deutschland 40 27,405 MHz Datenkanal (D), Anrufkanal Schweiz(CH)(FM)

 

Der CB-Funk in Deutschland

Auf den CEPT-konformen Kanälen 1 bis 40 sind die Modulationsarten FM, AM und SSB erlaubt. Auf einigen Kanälen ist zusätzlich Datenübertragung erlaubt. Des Weiteren sind national weitere Kanäle für den CB-Funk verfügbar.

Nationale Zusatzkanäle

Auf den nationalen Zusatzkanälen 41 bis 80 ist nur die Modulationsart FM erlaubt. Nachfolgend sind die Frequenzen der nationalen Zusatzkanäle, die im CB-Funk benutzt werden dürfen, aufgelistet:

Kanal Frequenz Besonderheit Kanal Frequenz Besonderheit
41 26,565 MHz Datenkanal (D)(FM), inoffizieller DX-Kanal (FM) 42 26,575 MHz inoffizieller DX-Kanal (FM)
43 26,585 MHz   44 26,595 MHz  
45 26,605 MHz   46 26,615 MHz  
47 26,625 MHz   48 26,635 MHz  
49 26,645 MHz   50 26,655 MHz  
51 26,665 MHz   52 26,675 MHz Datenkanal (D)(FM)
53 26,685 MHz Datenkanal (D)(FM) 54 26,695 MHz  
55 26,705 MHz   56 26,715 MHz  
57 26,725 MHz   58 26,735 MHz  
59 26,745 MHz   60 26,755 MHz  
61 26,765 MHz Freigegeben zur „Zusammenschaltung mehrerer CB-Funkgeräte über eine Internetverbindung“ in Deutschland 62 26,775 MHz  
63 26,785 MHz   64 26,795 MHz  
65 26,805 MHz   66 26,815 MHz  
67 26,825 MHz   68 26,835 MHz  
69 26,845 MHz   70 26,855 MHz  
71 26,865 MHz Freigegeben zur „Zusammenschaltung mehrerer CB-Funkgeräte über eine Internetverbindung“ in Deutschland 72 26,875 MHz  
73 26,885 MHz   74 26,895 MHz  
75 26,905 MHz   76 26,915 MHz Datenkanal (D)(FM)
77 26,925 MHz Datenkanal (D)(FM) 78 26,935 MHz  
79 26,945 MHz   80 26,955 MHz Freigegeben zur „Zusammenschaltung mehrerer CB-Funkgeräte über eine Internetverbindung“ in Deutschland

Weil die Frequenzen der Kanäle 41 bis 80 nicht europäisch harmonisiert sind, bestehen entlang der Grenzen zum Ausland (Ausnahme: Grenze zur Tschechischen Republik) so genannte Schutzzonen. Innerhalb dieser Schutzzonen dürfen die nationalen Zusatzkanäle mit ortsfesten CB-Funkstellen nicht bzw. nur mit einer Einzelfrequenzzuteilung der BNetzA (vormals: RegTP) genutzt werden. Portabel- und Mobilstationen dürfen die nationalen Zusatzkanäle auch in den Schutzzonen nutzen, solange keine Störungen auftreten. Eine Liste der Landkreise, Städte und Regionen, die sich innerhalb der Schutzzonen befinden, ist in der Allgemeinen Frequenzzuteilung für den CB-Funk nachzulesen.

Regulierung des CB-Funkes

Der CB-Funk ist eine Funkanwendung im Mobilen Landfunkdienst. Es dürfen nur speziell zertifizierte und für den CB-Funk zugelassene Geräte verwendet werden, denen der Hersteller eine Konformitätserklärung beifügen muss, in der das Gerät genau beschrieben wird. Ferner muss die Bedienungsanleitung klare Anweisung zum Gerätebetrieb enthalten. Alle Geräte müssen zudem mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet sein. Die Geräte dürfen vom Benutzer technisch nicht verändert werden. Die Bundesnetzagentur geht heute durch Messungen davon aus, dass die Geräte bestimmte technische Grenzwerte einhalten. Darin sind die Leistung der Geräte sowie die Art der Aussendungen (Modulationsart, Bandbreite, Kanalabstand) streng beschränkt.

Der CB-Funk genießt laut Frequenzzuteilung der Aufsichtsbehörde Bundesnetzagentur (BNetzA) keinen Schutz vor Störungen durch andere Frequenznutzer (z. B. Babyfone, Fernsteuerungen für Modelle), die u. a. im sog. ISM-Bereich (26,957-27,283 MHz) arbeiten. Auf allen 80 in Deutschland freigegebenen Kanälen ist Sprachübertragung in der Modulationsart FM (F3E)/PM (G3E) mit einer effektiven Strahlungsleistung von 4 W (ERP) erlaubt. Auf den Kanälen 1 bis 40 sind seit 18. Mai 2005 auch die Modulationsarten AM (A3E) mit 1 W (unmodulierter Trägerleistung) und SSB (J3E) mit 4 W Hüllkurvenspitzenleistung zugelassen. Ergibt sich bei einer ortsfesten CB-Funkanlage durch die Benutzung einer gewinnbringenden Antenne eine Strahlungsleistung von mehr als 10 W EIRP, so darf die CB-Funkanlage erst in Betrieb genommen werden, wenn die BNetzA eine kostenpflichtige Standortbescheinigung nach der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) ausgestellt hat.

Nutzung

Für die Sprachübertragung wird in Deutschland überwiegend Frequenzmodulation verwendet. Amplitudenmodulation wird vorwiegend von LKW-Fahrern benutzt, die aus historischen Gründen oft den Kanal 9 verwenden. Allerdings ist der Kanal 9 auch ein Notrufkanal. Der Einsatz von Einseitenband-Modulation (SSB) auf den Kanälen 1 bis 40 ist das Interessengebiet technisch interessierter Funkfreunde und in der Praxis noch eher selten anzutreffen, erlebt aber seit einiger Zeit durch die Zulassung im CB-Funk einen Aufschwung.

Darüber hinaus sind zehn Kanäle zur Datenübertragung freigegeben. Die ersten fünf Datenkanäle (6, 7, 24, 25 und 40) dürfen für alle üblichen Betriebsarten zur Datenübertragung verwendet werden, auf den restlichen fünf (41, 52, 53, 76 und 77) nur solche, die auf Frequenz- bzw. Phasenmodulation basieren. In der Praxis wird vorwiegend die dem Amateurfunk entlehnte Betriebsart Packet Radio benutzt. Aber auch in einigen anderen, bekannten und ebenfalls aus dem Amateurfunkbereich stammenden Betriebsarten wie z. B. RTTY, PSK31, MT63, MFSK 16, SSTV und FAX werden Funkverbindungen hergestellt.

Die Anbindung von CB-Funk Geräten mittels Internet an ein Sprachfunknetzwerk ist auf sieben Kanälen genehmigt. Unbemannte automatisch betriebene CB-Funk-Stationen, die für die Sprachübertragung mit dem Internet zusammengeschaltet sind, dürfen nur auf den Kanälen 11, 29, 34, 39, 61, 71 und 80 betrieben werden. Bei diesem sog. Gateway-Betrieb müssen zu Beginn der Verbindung Daten über die Erreichbarkeit sowie Name und Wohnanschrift des Verantwortlichen oder ersatzweise eine von der Bundesnetzagentur vergebene Kennung übermittelt werden.

Funk im Kfz

Der Einbau von Funkgeräten, die ab dem 11. Januar 2005 in Verkehr gebracht wurden, in Kraftfahrzeuge (PKW/LKW) mit Erstzulassung ab 17. Juni 2003 ist nur gestattet, wenn das Funkgerät mit einem E-Zeichen oder einem CE-Zeichen gekennzeichnet ist. Das CE-Zeichen allein ist ausreichend, wenn dem Gerät eine Bescheinigung beiliegt, aus der hervorgeht, dass durch den Betrieb des Geräts sicherheitsrelevante Funktionen des Fahrzeugs nicht beeinträchtigt werden. Bei der Installation von Funkanlagen müssen ggf. Vorschriften des Kfz-Herstellers beachtet werden, ansonsten kann die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Fahrzeugs erlöschen.

Das so genannte „Handyverbot am Steuer“ gilt nur für Mobiltelefone. Die Benutzung von Funkgeräten ist nach herrschender Rechtsmeinung von dem Verbot nicht betroffen.

Ungesetzliches

Seit Jahren ist weltweit privater Funkbetrieb außerhalb der dem CB-Funk zugeteilten Frequenzen zwischen 26 und 28 MHz zu beobachten. Eine aktive Nutzung solcher nicht zugeteilter Frequenzen stellt in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Geldbuße geahndet werden kann. Gleiches gilt für die Verwendung von Sendeleistungsverstärkern (umgangssprachlich Brenner). Zuständig für Ermittlungen und die Ahndung von Verstößen ist die Bundesnetzagentur (BNetzA). Die Rechtslage wird von Fachleuten als komplex empfunden; Verfahren wegen Verstößen gegen die einschlägigen Funkvorschriften können aufwändig und zeitraubend werden und sind ohne fachkundige juristische Hilfe schwer zu gewinnen.

Der CB-Funk außerhalb Deutschlands

CB-Funk ist europa- wie auch weltweit nicht einheitlich geregelt. In den USA und Kanada stehen für den CB-Funk 40 Kanäle zur Verfügung, deren Frequenzen mit denen der CEPT-Kanäle übereinstimmen. Als Modulationsarten sind dort aber nur Amplitudenmodulation mit 4 W und SSB mit 12 W (Hüllkurvenspitzenleistung) erlaubt, jedoch keine Frequenzmodulation. In bestimmten Staaten ist nur Frequenzmodulation zugelassen (z. B. Österreich), in anderen nur Amplitudenmodulation. In Großbritannien sind noch (auslaufend) besondere Frequenzen (27,601–27,991 MHz) zugelassen.

LPD oder ISM Band 1

Abkürzung für Low Power Device (Geräte mit geringer Sendeleistung 10 mWatt oder 0,010 Watt) sind anmelde- und gebührenfreie Handfunkgeräte im Bereich 433 MHz bis 434 Mhz für den "Kurzsteckenfunk", so genannter Jedermannfunk. Das Amateurfunkband 70 cm geht von 430 MHz bis 440 MHz und schließt damit den LPD Bereich ein. Je nach Umgebungsbedingungen sind mit den zigarettenschachtelkleinen Geräten Reichweiten um 0,5–2 km möglich. 1995 auf dem Markt erschienen, wurden die LPD-Geräte mittlerweile um die seit 1999 erhältlichen PMR-Geräte ergänzt, die im Bereich 446 MHz funken und bei gleichem Anschaffungspreis und Abmessungen mit mehr Sendeleistung mit 8 Kanälen bis zu 8 km überbrücken können. Seit 2003 sind auch Geräte mit beiden Frequenzbereichen (LPD und PMR) als Kombigeräte erhältlich. LPD Funk wird wohl früher oder später untersagt werden.

LPD-Geräte zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

10 mW Sendeleistung

69 schaltbare Frequenzen von 433,075–434,775 Mhz

FM (Frequenzmodulation)

LPD-Geräte verwenden nicht nur eine geringere Sendeleistung als die aktuelleren PMR-Geräte, sie funken auch noch auf einem Gemeinschaftsbereich (ISM), der von verschiedenen anderen Geräten und Diensten benutzt wird, z.B. Amateurfunk, medizinische Geräte, schnurlose Thermometer, schnurlose Kopfhörer, Wetterstationen, Fernbedienungen. Durch diese gemeinschaftliche Nutzung kann sich die wirksame Reichweite der LPD-Geräte nochmals verringern. Da LPD-Geräte zunächst nicht von PMR-Geräten zu unterscheiden sind, achtet man am Besten auf das Zulassungszeichen:

Während PMR-Geräte lediglich eine 4-stellige CE-Nummer tragen, findet man auf den LPD-Geräten zusätzlich ein "CEPT LPD-D" vor. Der Betrieb von LPD-Geräten ist (im Gegensatz zu PMR) nur in folgenden europäischen Ländern gestattet: Deutschland, Österreich und Niederlande.

 

LPD-Kanal Frequenz in MHz   LPD-Kanal Frequenz in MHz
1 433,075   36 433,950
2 433,100   37 433,975
3 433,125   38 434,000
4 433,150   39 434,025
5 433,175   40 434,050
6 433,200   41 434,075
7 433,225   42 434,100
8 433,250   43 434,125
9 433,275   44 434,150
10 433,300   45 434,175
11 433,325   46 434,200
12 433,350   47 434,225
13 433,375   48 434,250
14 433,400   49 434,275
15 433,425   50 434,300
16 433,450   51 434,325
17 433,475   52 434,350
18 433,500   53 434,375
19 433,525   54 434,400
20 433,550   55 434,425
21 433,575   56 434,450
22 433,600   57 434,475
23 433,625   58 434,500
24 433,650   59 434,525
25 433,675   60 434,550
26 433,700   61 434,575
27 433,725   62 434,600
28 433,750   63 434,625
29 433,775   64 434,650
30 433,800   65 434,675
31 433,825   66 434,700
32 433,850   67 434,725
33 433,875   68 434,750
34 433,900   69 434,775
35 433,925      

 

PMR-Funk

PMR-Funk (kurz für Private Mobile Radio), auch als PMR 446 bezeichnet, ist eine relativ neue Jedermannfunkanwendung, der der UHF-Frequenzbereich 446,000–446,100 MHz zugeteilt ist.

Frequenzbereich

Kanal Frequenz in MHz
1 446,00625
2 446,01875
3 446,03125
4 446,04375
5 446,05625
6 446,06875
7 446,08125
8 446,09375

Der Frequenzbereich ist in 8 Kanäle im 12,5 kHz-Raster unterteilt. Um das zur Verfügung stehende Frequenzspektrum von 446,0 bis 446,1 MHz möglichst effektiv nutzen zu können, wurde dieses Raster gegenüber der normalen Anordnung (bei der ein Kanal die Frequenz 446,0 MHz erhalten hätte) um 6,25 kHz (also eine halbe Kanalbreite) verschoben.

Zusätzlich zu diesen acht Kanälen können durch die Verwendung von Pilottonverfahren Benutzergruppen gebildet werden, die sich gegenseitig seltener stören. Im Allgemeinen werden hierzu CTCSS (Continuous Tone Coded Subaudio Squelch oder Continuous Tone Coded Squelch System), ein analoges Verfahren, oder die digitale Rauschsperre Digital-Coded Squelch (DCS) eingesetzt. Bei CTCSS ist zu beachten, dass nur das eingegangene Signal geblockt wird. Beim Senden wird neben der Sprache der CTCSS-Ton ausgesandt und das empfangene Funkgerät öffnet bei übereinstimmender Codierung die CTCSS-Rauschsperre. Hat man das Funkgerät z. B. auf Kanal 4 und CTCSS-Codierung 13 eingestellt, hört man nur die Stationen, die auch den gleichen CTCSS-Ton aussenden. Alle Benutzer, die Kanal 4 ohne CTCSS-Subcodierung, bzw. CTCSS 0 eingestellt haben, können die Aussendungen mithören, jedoch werden sie von den Anderen dann nicht gehört. DCS-/CTCSS-Kodierungen dürfen also nicht mit „Abhörsicherheit“ verwechselt werden, denn wer sich auf dem „Hauptkanal“ CTCSS 0 befindet, hört alle Sendungen der „Unterkanäle“ mit. Diese Kodierverfahren dienen lediglich dazu, andere Teilnehmer auf demselben Kanal auszublenden.

Reichweite

Die Geräte dürfen in Deutschland eine Sendeleistung von bis zu 500 mW (ERP) aufweisen, was bei sehr guten Bedingungen eine Reichweite von ca. 5 km ermöglicht. Es sind nur Geräte mit fest angebundener Antennen erlaubt, üblicherweise Handfunkgeräte, vereinzelt gibt es auch Standgeräte im Pultdesign. Mit Störungen durch andere Frequenznutzer muss gerechnet werden, da der Frequenzbereich nicht exklusiv zugeordnet ist (siehe Bundesnetzagentur Vfg 78/2003).

Die maximale Reichweite eines PMR-Gerätes hängt stark von der Umgebung ab. Unter optimalen Bedingungen kann man bis zu 100 km überbrücken (z. B. zwischen zwei Berggipfeln). In stark verbauten Gebieten kommt man oft nicht einmal einen Kilometer weit. In Wäldern liegt die Reichweite meist zwischen 2 und 3 Kilometern. Die meisten Handgeräte (vor allem aus dem unteren Preissegment) schaffen in bebauten Gebieten nur knapp 200 m.

Seit dem Jahre 2006 stehen zusätzliche Frequenzen oberhalb derer von PMR446 zur Verfügung, auf denen digitale Sprachübertragung unter identischen Nutzungsbedingungen wie für PMR446 vorgeschrieben ist. Die Reichweite dieses digitalen Jedermannfunks kann bei gleicher Sendeleistung unter bestimmten Bedingungen von der der analogen Variante abweichen. Die Reichweit kann im digitalen Funk höher sein, durch Auslöschungseffekte und andere Einflüsse kann es aber zu weiteren Störungen kommen. Digitaler Funk bedeutet immer, eine sehr Gute Verbindung, Bröckchen oder gar keine. Im analogen Funk gibt es noch viele Signale die im Rauschen zu hören und zu verstehen sind.

Gateways

Seit neustem ist es möglich, über HF-Gateways weite Distanzen via Internet zu überbrücken. Hier wird ein Programm (z. B. eQSO, FRN oder TeamSpeak) eingerichtet, das die empfangenen Audiosignale vom CB-Funk-, PMR-, Freenet- oder LPD/SRD-Funkgerät ins Internet überträgt und an einem anderen Ort über ein CB-Funk-, PMR-, Freenet- oder LPD/SRD-Funkgerät wieder einspeist. Im Amateurfunkbereich gibt es schon länger das ähnlich arbeitende Echolink-Netzwerk.

Rechtliches

Im Gegensatz zu SRDs / LPD (deren Sprechfunk-Komponente ausläuft bzw. schon verboten ist) ist der Betrieb von PMR in den meisten europäischen Ländern gestattet. In Deutschland ist die Frequenzzuteilung PMR-446 bis zum 31. Dezember 2013 befristet.

Jedermannfunk im Ausland: Frequenzbereiche für Jedermann-Funkanwendungen sind oft nur national oder europaweit einheitlich vergeben. Wer seine Geräte im Ausland nutzen möchte, sollte sich vorher informieren, ob man die Geräte/Frequenzen dort auch für Jedermann-Funkanwendungen (PMR) benutzen darf. Umgekehrt gilt das gleiche für im Ausland (im Urlaub, im Internet) gekaufte PMR-Geräte, die in Deutschland zum Teil nicht zugelassen sind und nicht betrieben werden dürfen, da sie andere Frequenzen benutzen. Infos über die in Deutschland erlaubten Frequenzbereiche erhält man bei der Bundesnetzagentur (BNetzA).

Freenet-Funkgeräte

FreeNet im Jahre 2004 eingeführter Sprechfunk für jedermann, das heißt, er ist anmelde- und gebührenfrei und somit für jedermann ohne Vorbedingung anwendbar.

Mit der Freigabe von FreeNet wollte die RegTP nicht unbedingt einen neuen Hobbyfunk einrichten, sondern vielmehr einen flexibel einzusetzenden und preiswerten Betriebsfunk schaffen. Aus diesem Grund ist auf FreeNet Betrieb auch nur unter Einsatz eines selektiven automatischen Rauschsperren-Systemes möglich.

FreeNet eignet sich aus diesem Grunde auch hervorragend für die Sicherung von Sportveranstaltungen, Parkplatzeinweisungen, Geländesicherung oder ähnliche Aufgaben, bei denen ein schnelles und direktes Ansprechen eines bestimmten Funkpartners wichtig ist.

Im FreeNet wird ausschließlich Frequenz-Modulation eingesetzt. Die Verfügung der RegTP schreibt eine maximal abgestrahlte Leistung des Funkgerätes von 0,5 Watt ERP vor. Wenn ein Gerät aus technischen und konstruktionsbezogenen Gründen eine höhere Senderausgangsleistung (PEP) besitzt, muss die Antenne so verlustreich konstruiert werden, dass die Differenz zu 0,5 Watt dort verloren geht.

Der Einsatz einer externen Antenne ist nicht erlaubt, obwohl ziemlich alle FreeNet-Funkgeräte inzwischen eine Antenenbuchse mit aufgeschraubter Antenne besitzen. Jedoch ist zum Beispiel der Einsatz von externen Mikrofonen, Lautsprechern oder Hör-/Sprechgarnituren (Headset) kein Problem und erleichtern den Umgang mit dem Gerät bei Sicherungsaufgaben.

Alle FreeNet Geräte haben einen so genannten Sub-Audio-Ton-Squelch eingebaut. Bei diesem Verfahren werden mit dem Sprachsignal noch ein Ton im Frequenzbereich 77 bis 230 Hertz gesendet, welcher beim empfangenden Gerät die bis dato geschlossene Rauschsperre "öffnet" und so das Signal der Gegenstation hörbar macht. Pro Kanal werden 5 unterschiedliche Töne verwendet, so dass, sich praktisch 15 unabhängige Nutzer-Gruppen ansprechen lassen. Man nennt das ganze Verfahren Selektiv-Ruf. Es wird seit Jahrzehnten im nicht-öffentlichen mobilen Landfunk (Betriebsfunk) erfolgreich eingesetzt. Das System läß sich im FreeNet zwar jeweils kurz aber nie auf Dauer unterdrücken.

Aus diesem Grunde, wird FreeNet von den einschlägigen Firmen auch als Quasi-Betriebsfunk vermarktet. Wie eingangs bereits erwähnt, ist FreeNet jedoch für Absicherungen von Veranstaltungen eine gute Wahl. Hierbei wären an erster Stelle Parkplatzeinweisung, Sportveranstaltungen, Einlass-Kontrollen (Security) oder Gebäudesicherung zu nennen. Man sollte jedoch beachten, das speziell bei Großveranstaltungen die Reichweite durch künstliche (Häuser) oder natürliche Hindernisse (Berge, Bäume) unter Umständen stark beeinträchtigt werden kann.

Ein praxisbezogenes Beispiel für einen erfolgreichen Einsatz von FreeNet-Geräten ist ein Military-Reitturnier. Bei Military-Turnieren sind die Hindernisse, welche Ross und Reiter überwinden müssen, mehrere hundert Meter von einander entfernt, so dass das gesamte Turnier sich meist über die Fläche von mehreren Quadrat-Kilometern erstreckt. Zudem sind die Hindernisse teils sehr gefährlich für Mensch und Tier. An jedem Hindernis steht ein Streckenposten mit einem FreeNet-Gerät und gibt der Turnierleitung per Funk die Fehlerpunkte des jeweiligen Reiters durch. Bei Bedarf (Sturz des Reiters, Verweigerung des Pferdes mit Abwurf, etc.) kann der abgestellte Rettungsdienst schnell und unverzüglich angefordert werden.

Es findet jedoch auch außerhalb von Firmen oder Absicherungen im privaten Bereich ein reger Funkbetrieb auf den FreeNet-Freqeunzen statt, welcher aber zu 90 % auf Funkamateure zurück zuführen ist, welche Illegalerweise ihre Funkgeräte im FreeNet benutzen (ich habe mir extra legale Geräte für das PMR und Freenet Band angeschaft) FreeNet darf nur mit typengeprüften Funkgeräten statt finden, der Einsatz anderer Geräte, wie zum Beispiel Amateurfunktransceivern ist absolut nicht gestattet, und und kann von der RegTP mit hohen Geldbußen belegt werden.

Frequenzbereich
Für FreeNet stehen zur Zeit nur 6 Frequenzen im 2 Meter-Band zur Verfügung. Mit der Freigabe weiter Frequenzen ist allerdings in Kürze, aufgrund des hohen Interesses, zu rechnen.

 

Kanal

Frequenz (MHz)

01

149,025

02

149,0375

03

149,050

04

149,

05

149,

06

149,

Aufgrund der im 2-Meter UKW-Band gelegenen Frequenzen und der Ausgangsleistung der Geräte sind normalerweise nur Reichweiten von einigen Kilometern möglich. Bei besonderen Atmosphärischen Bedingungen und einem eventuellen hohen Standort sind auch Reichweiten im von über 10 km durchaus vorstellbar.

Das ehemalige Bundesministeriums für Post und Telekommunikation (BMPT), dessen Aufgaben jetzt durch das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) und deren Verwaltungsbehörde RegTP wahrgenommen werden, veröffentlichte in seinem Amtsblatt 23, vom 25.09.1996 folgende Verordnung: Vfg 156/1996

Vorläufige Allgemeinzuteilung von Frequenzen für den nichtöffentlichen mobilen Landfunk; Kurzstreckenfunk mit Handsprechfunkgeräten

Allgemeines:

Der Kurzstreckenfunk mit Handsprechfunkgeräten ist eine Anwendung des nichtöffentlichen mobilen Landfunks. Er dient der Sprachübertragung zwischen zwei oder mehreren vorher festgelegten Partnern über kurze Entfernungen und ist in erster Linie für den gewerblichen Gebrauch bestimmt. Anwendungen im privaten Bereich, z.B. innerhalb der Familie, unter Freunden und in Vereinen sind aber ebenfalls möglich. Die Reichweite ist von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten abhängig. Sie kann im offenen Gelände bei etwa 1 bis 2 km liegen und ist in bebauter Umgebung niedriger.

Die folgende Allgemeine Frequenzzuteilung erlaubt den Betrieb einer beliebigen Anzahl von Handsprechfunkgeräten zu beliebigen Zwecken. Die genannten Frequenzen können mit Ausnahme der nachfolgenden Einschränkungen zur Grenze nach Polen und in den Höhenlagen oberhalb 600 m im Schwarzwald und in der südlichen Schwäbischen Alb im gesamten Bundesgebiet frei genutzt werden. Ein Betrieb der Geräte im Ausland ist jedoch nicht zulässig, weil die Frequenzen dort zu anderen Zwecken genutzt werden. In einigen Ländern ist auch das Mitführen solcher Geräte verboten.

Frequenzen für Kurzstreckenfunk mit Handsprechfunkgeräten werden ohne besondere Frequenzplanung zur gemeinsamen Nutzung durch die Allgemeinheit erteilt. Die Frequenzverwaltung greift bei Differenzen zwischen verschiedenen Anwendern über die Nutzung des gemeinsamen Frequenzkanals nicht ein. Mögliche Störungen und Beeinträchtigungen durch die gemeinsame Nutzung der Frequenzen können durch die Auswahl einer der drei zugeteilten Frequenzkanäle und die Verwendung von Rufkodes vermindert werden. Weil nicht gewährleistet werden kann, dass ein bestimmter Frequenzkanal zu jeder gegebenen Zeit und an jedem Ort zur Übertragung genutzt werden kann, ist der Kurzstreckenfunk mit Handsprechfunkgeräten für Anwendungen mit Sicherheitsanforderungen weniger geeignet.

Wegen des niedrigen Verwaltungsaufwandes und der nur sehr geringen Wahrscheinlichkeit von Störungen anderer Funkanwendungen wird die folgende Allgemeinzuteilung ausgesprochen. Gebühren oder Beiträge werden nicht erhoben.

Die Frequenzzuteilung für diese Funkanwendung ist als zeitlich begrenzte Übergangslösung angelegt, die abgelöst werden wird, sobald eine neue, leistungsfähigere Technik für diese Art der Telekommunikation zur Verfügung steht und dazu europaweit einheitliche Frequenzen festgelegt sind, die eine freizügige, grenzüberschreitende Nutzung möglich machen.

So, viele Informationen aus dem ersten Teil des Artikels wiederholen sich im zweiten Teil, dass ist mir klar nur da sind noch mehr Informationen enthalten und das Thema frei Funknetz.

Ende!